Gebärdensprachkurs und Gebärdendolmetscher im inklusiven Kindergarten, Beschluss des Sozialgerichts Dresden vom 18. Dezember 2015, AZ. S 54 SO 344/15 ER:

Ein taubes Kind mit CI-Versorgung (bei Ausfall des Cochlear-Implantats kein Restleistungsvermögen) soll nach dem Willen seiner Eltern zweisprachig aufwachsen (die Gebärdensprache = Muttersprache, die gesprochene Sprache als Zweitsprache).

Die Eltern beantragten, dass dem Kind in Form von Eingliederungshilfe ein Hausgebärdensprachkurs zum Erlernen der Deutschen Gebärdensprache und die Begleitung durch einen Gebärdendolmetscher während des Besuchs im Kindergarten bewilligt wird.

Nach der Ablehnung durch den Sozialhilfeträger gab das Sozialgericht dem Antrag im Wege einer einstweiligen Anordnung im Umfang von 20 Stunden/ monatlich Begleitung durch einen Gebärdensprachdolmetscher im Kindergarten und im Umfang von 4 Stunden Hausgebärdensprachkurs statt.

Rechtsanwältin Barbara von Heereman, 18.01.2016

 SG Dresden S 54 SO 344 15.pdf (582.4 KB)

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